Vorbereitung auf die Schule und Einschulung

Hier lesen sie Informationen zur Vorbereitung auf den Schulbesuch und zur Einschulung.

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Sprachförderung vor der Einschulung

Wer kommt dafür in Frage?

Wenn ein Kind bis zum 01. Oktober des Jahres sechs Jahre alt geworden ist, wird es zum August schulpflichtig. Das bedeutet, dass die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten das Kind im Mai des Vorjahres bei der zuständigen Grundschule vorher anmelden. Es sei denn, die Eltern teilen der Schule in einer formlosen schriftlichen Erklärung mit, dass sie den Schuleintritt ihres Kindes um ein Jahr hinausschieben möchten. Dieser flexible Schuleintritt gilt nur für Kinder, die zwischen dem 01.Juli und 01.Oktober 6 Jahre alt werden. Die Zuständigkeit richtet sich nach Einzugsgebieten.

Mein Kind besucht eine Kindertagesstätte (Kita)

Jede Kita in Niedersachsen ist gesetzlich verpflichtet, die Sprachentwicklung jedes Kindes zu beobachten, zu dokumentieren und die „Kommunikation, Interaktion und die Entwicklung von Sprachkompetenz kontinuierlich und alltagsintegriert zu fördern“ (vgl. § 2 Abs. 2 Nr. 2 KiTaG, Kindertagesstättengesetz).
Spätestens zu Beginn des letzten Kindergartenjahres ist für Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung die Sprachkompetenz zu erfassen und ein Entwicklungsgespräch darüber mit den Erziehungsberechtigten zu führen sowie bei festgestellten besonderen Sprachförderbedarfen eine individuelle und differenzierte Förderung auf Grundlage des pädagogischen Konzepts durch die Kita-Fachkräfte vorzunehmen. Ein weiteres Entwicklungsgespräch hat zum Ende des Kindergartenjahres vor der Einschulung mit den Erziehungsberechtigten unter Beteiligung der aufnehmenden Grundschule stattzufinden (vgl. § 3 Abs. 1 und 2 KiTaG).
Zur Beantwortung Ihrer Fragen und für weitere Informationen steht Ihnen die Kindertagesstätte zur Verfügung.

Mein Kind besucht keine Kindertagesstätte (Kita)

Für Kinder, die im letzten Jahr vor der Einschulung keine Kindertagesstätte besuchen, richten die Grundschulen besonderen Sprachförderunterricht zum Erwerb der deutschen Sprache oder zur Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse ein. Dieser Unterricht ist verpflichtend (vorgelagerte Schulpflicht).
Die Entscheidung, ob Sprachförderung nötig ist, wird von der zuständigen Grundschule auf der Grundlage bewährter Verfahren festgestellt.
Die Sprachförderung für diese Kinder wird von der Grundschule verantwortet.
Die Sprachförderung findet vorrangig in einer Grundschule, nicht unbedingt der zuständigen Grundschule, statt.
Der Unterricht beginnt im August des Jahres vor der Einschulung und dauert das gesamte Schuljahr bis zu Einschulung.
Sollte Ihr Kind keine Kita besuchen, informiert die Schule Sie über die schulische Sprachförderung gerne genauer und beantwortet Ihre Fragen.

Zusammenarbeit mit den Kindergärten

Um den Kindern einen pädagogisch abgesicherten Übergang in die Grundschule zu ermöglichen und einen kontinuierlichen Bildungsgang zu gewährleisten, stimmen sich die Grundschulen mit den Kindergärten in regelmäßigen Gesprächen ab. Inhalte dieser Gespräche sind pädagogische Fragen über Fähigkeiten und Fertigkeiten der zukünftigen Erstklässler. Die gewonnenen Erkenntnisse über die Kinder sind eine Grundlage für die weitere Arbeit in der Grundschule.
Außerdem finden individuelle Gespräche zwischen Klassenlehrerin und Kindergarten statt. Gegenseitige Hospitationen schaffen einen Einblick in die Arbeit von Schule und Kindergarten.

Angelika Beinroth, 01.11.2019